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Aktueller Kinotipp: Hier kommt Lola
Die neunjährige Lola lebt mit ihrem brasilianischen Vater und ihrer Mutter seit kurzem in Hamburg. Außerdem zählen noch Opa Felix und Oma Aurelia mit der 80 Zentimeter großen Tante Lisbeth zur Familie. Nach dem Umzug wünscht Lola sich nichts sehnlicher als eine beste Freundin. Denn der könnte sie alles anvertrauen, ihre Frosch-Phobie zum Beispiel, oder dass sie nachts nicht schlafen kann und sich in die Welt der Sängerin Jacky Jones hineinträumt. Blöderweise sitzt Lola in der Schule neben Flo. Die interessiert sich zwar für Lola, aber wer will schon eine Freundin, die immer nach Fisch stinkt und die die Froschsache nicht ernst nimmt und Lola in Panik versetzt. Als Lola jedoch eines Tages eine Flaschenpost von Stella bekommt, hat sie zumindest eine gute Brieffreundin, der sie ihre geheimsten Wünsche anvertrauen kann. Und Stella umgibt ein Geheimnis, das Lola noch lüften wird.
Für viele junge Leserinnen sind die Geschichten um Lola aus der Buchreihe von Isabel Abedi sicherlich kein Geheimnis. Doch was von der Vorlage im Spielfilm unter Regie von Franziska Buch davon wieder zu finden ist, darauf warten vermutlich viele schon mit Spannung. Und die ist im Zusammenspiel von Lola und ihren Klassenkameraden, von Stella und Flo aber auch zwischen Papai und Opa, die gemeinsam ein Restaurant eröffnen wollen, garantiert. Wie sich Lola und Flo in ihrem Leben fühlen, drücken sie in erfrischenden und intensiven Dialogen aus. Eine gelungene Besetzung mit jungen und routinierten Darstellern und ein gutes Gespür auch für den Witz der Geschichten von Isabel Abedi machen diesen Film zum Kinovergnügen vor allem für (beste) Freundinnen. Auf Axel Prahl, Nora Tschirner und Julia Jentsch dürfen insbesondere die erwachsenen Zuschauer neugierig sein.
Hier kommt Lola
Deutschland 2009
Regie: Franziska Buch
Darsteller: Meira Durand, Gelina Czycykowski, Julia Jentsch, Fernando Spengler, Nora Tschirner, Axel Prahl, Margarita Broich
100 Min., FSK o.A., KJF-Empfehlung ab 8 Jahre
