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AKIRA
Japan 1988, Katsuhiro Otomo
119 Min., Farbe, FSK: 16, Altersempfehlung: ab 16 Jahre
Genre: Animation, Science-Fiction, Großstadtfilm

Erst überfährt Tetsuo bei einer wilden Verfolgungsjagd durch die Straßenschluchten beinahe ein Kind mit greisenhaftem Aussehen, dann nimmt ihn auch noch sofort danach das Militär fest. Seltsame Dinge geschehen in diesen Tagen in Neo-Tokyo, 35 Jahre nach dem dritten Weltkrieg. Tetsuo, sein Freund Kaneda und die Widerstandskämpferin Kay finden sich bald in einem Netz aus politischen Machtkämpfen und Intrigen wieder, in dem es um die Fortführung eines geheimen Militärprojekts namens „Akira“ geht. Als Tetsuo nach seiner Begegnung mit dem Kind plötzlich übermenschliche Kräfte in sich entdeckt, entfremdet er sich zunehmend von seiner Clique. Kaneda setzt alles daran, seinen Freund zurück zu gewinnen. Währenddessen macht sich Tetsua auf die Suche nach den Hintergründen von „Akira“ und muss sich immer wieder dem Zugriff des Militärs entziehen.

Obgleich im Vordergrund des Animes Bandenkriege, geheime Militärprojekte und übermenschliche Kräfte stehen, so liegt der Ausgangspunkt doch in einer Freundschaftsgeschichte. Kaneda und Tetsuo sind Freunde aus Kindertagen – und Kaneda wird bedingungslos zu seinem Kumpel stehen, auch nachdem dieser ihm immer fremder wird. Aus dieser alltäglichen Situation heraus entspinnt sich Katsuhiro Otomos aufwändiges Science-Fiction-Epos, mit dem er seinen eigenen Manga für die Leinwand adaptiert hat.
Oft wird „Akira“ als Initialzündung für die weltweite Beachtung von Animes angesehen. Otomo bricht radikal mit der westlichen Vorstellung, Animationsfilm sei gleich zu setzen mit Kinderfilm, und richtet sich an ein reifes Publikum. Dementsprechend ist seine bildgewaltige Inszenierung an Realfilme angelehnt und folgt nicht mehr den Mustern des klassischen Zeichentricks.

Bei der Beurteilung des Filmendes scheiden sich die Geister: Tetsuos Wandel zur monströsen Mensch-Maschine-Verbindung sprengt wortwörtlich den (Bild-)Rahmen und kennt keine Grenzen mehr. Damit entfernt Otomo sich weit von der Grundlage seiner Story zugunsten einer gewaltigen Zerstörungsorgie.


DVD-Bildformat: 1:1,85; 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1, DTS (deutsch), Dolby Digital 2.0 (japanisch)
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Making of, Original-Trailer, alte und neue deutsche Synchronisation


Die ca. 2000 Seiten umfassende Mangavorlage weicht beträchtlich von dem Anime ab, da Otomo mit der Verfilmung noch während der Entstehung des Mangas begann.

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Anbieter:

Kauf-DVD: Panini

Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (46. Woche 2006).

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