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SVENS GEHEIMNIS

Bundesrepublik Deutschland 1995, Roland Suso Richter
88 Min., FSK: 12, empfohlen ab 12 Jahre
Stichworte: Drogen, Gewalt, Jugend, Schule

1. Preis in der Kategorie »Jugend« 1997 (Jugendvideopreis)
Top-Video im 2.Quartal 1997

Sven, Swetlana und Julia leben in einer Ruhrgebietsstadt. Sie sind zwischen 10 und 12 Jahre alt und auf dem besten Weg, eine »Karriere« als Kriminelle oder Prostituierte zu machen. Die beiden Schwestern stehen unter dem Schutz der »Homeboys«, die sich ihre Leistungen teuer bezahlen lassen. 5.000 DM muß Swetlana auf dem Babystrich abbezahlen. Dafür wird Julia, die Jüngere, vor der Drogen feilbietenden »Daimlers« abgeschirmt und der unerwünschte Liebhaber der Mutter aus der Wohnung verjagt. Sven treibt Swetlanas Schulden ein und glänzt bei der Gang durch gekonnte Taschendiebstähle. Im Alltag der Jugendlichen ist die Schule längst zur Nebensache geworden, bis Sven einer jungen Frau das Portemonnaie klaut. Ausgerechnet sie stellt sich am nächsten Morgen als seine neue Klassenlehrerin vor. Vera Loewe glaubt noch an pädagogische Erfolge und will Sven und Swetlana unbedingt helfen. Zwar kann sie das System von Gewalt und jugendlicher Ausbeutung stören, doch nicht erfolgreich durchbrechen.

Jurybegründung:
In seinem mit dem »Erich-Kästner-Fernsehpreis« ausgezeichneten Spielfilm setzt sich der Regisseur mit rauhen Action-Szenen und stimmungsvollem Realismus ab von den Klischees, mit denen Jugendkriminalität und Gewalt an Schulen häufig dargestellt werden. Ein Film, der junge Menschen fesselt und Diskussionen entfacht. (J)



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