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DER FALL CAP ARCONA
Deutschland 1996, Günther Klaucke, Kai Herrmann
89 Min., S/W-Farbe, FSK: o.A., Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Genre: Dokumentation, Politischer Film

Am 3. Mai 1945, sechs Tage vor dem Ende des 2. Weltkriegs, flog die britische Royal Air Force einen letzten großen Luftangriff auf mehrere Schiffe in der Lübecker Bucht. Die größten von ihnen hatten über 7.000 KZ-Häftlinge an Bord, von denen sich die allerwenigsten vor den Flammen und dem Ertrinken retten konnten.
Nachdem das luxuriöse Passagierschiff Cap Arcona acht Jahre lang zwischen Hamburg und Südamerika gekreuzt ist, wird es 1935 der Kriegsmarine zugewiesen. Im April 1945 evakuiert die SS tausende KZ-Häftlinge vor den näherrückenden Briten und bringt sie auf Schiffen unter. Als die britischen Flugzeuge starten, hat sie die Nachricht, dass die Schiffe KZ-Häftlinge beherbergen, noch nicht erreicht.
Der Film begibt sich auf die Suche nach Vorgeschichte und Umständen dieses katastrophalen Irrtums - für den der Name des Luxusdampfers "Cap Arcona" zum Synonym geworden ist.
Der Film nähert sich dem 3. Mai mit historischen Aufnahmen und Zeitdokumenten, mit sparsam inszenierten Bildern und vor allem mit den detailreichen Erinnerungen der Überlebenden - KZ-Häftlingen und ehemaligen Besatzungsmitgliedern der Schiffe. Kapitelüberschriften gliedern den chronologischen Aufbau, der Sprecher tritt zunehmend hinter den Stimmen der Zeitzeugen zurück.
7.000 Tote in der Lübecker Bucht - und kein Täter, so das bittere Resümee des Films.

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Verleih-VHS: absolut Medien

Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (33. Woche 2001).

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