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THE BASKET
USA 1999, Rich Cowan
101 Min., Farbe, FSK: 6, Altersempfehlung: ab 8 Jahre
Darsteller: Peter Coyote, Karen Allen, Brian Skala, Robert Karl Burke, Amber Willenborg u. a.
Genre: Drama, Familienfilm

Lehrer Conlon ist neu in Waterville, einer kleinen Stadt im Bundesstaat Washington. Nur langsam kann der Pädagoge, der mit unkonventionellen Lehrmethoden arbeitet, das Vertrauen der Einheimischen gewinnen. Sie sind allem Fremden gegenüber besonders misstrauisch, nachdem draußen in der Welt der Erste Weltkrieg seine Opfer auch unter den eigenen in den Krieg geschickten Soldaten findet. Mit Hilfe einer deutschen Oper, die sich kritisch mit dem Wesen des Kriegs auseinander setzt und dank des gerade in Mode kommenden Spiels Basketball gelingt es ihm aber, seine Schüler zu begeistern. Dabei integriert er auch zwei deutsche Waisenkinder, die sich einer zunehmenden Diskriminierung durch die Bewohner des Ortes ausgesetzt sahen.

Regisseur Rich Cowan erzählt die fiktive Geschichte über das tägliche Engagement gegen Vorurteile und Intoleranz überraschend nicht aus der Sicht des Lehrers, der selbst ein spät gelüftetes Geheimnis in sich trägt, sondern ganz aus der Perspektive zweier Kinder. Sie hatten ihre Eltern in Deutschland durch einen Angriff amerikanischer Soldaten verloren, kamen als Waisen in die USA und wurden dort zunächst in ein Internierungslager geschickt. Für den Jungen und seine einige Jahre ältere Schwester werden der Dorfpfarrer und der Lehrer die ersten Bezugspersonen, die ihnen vorurteilsfrei gegenüber treten, sie sogar vor dem Hass eines Farmers schützen, der seinen Sohn in diesem Krieg verlor. Ohne erkennbare dramaturgische Funktion werden die Begebenheiten in einer einzigen Rückblende aus der Gegenwart erzählt. Von wenigen kurzen Kriegsszenen als Flashbacks der Waisen abgesehen, verharrt die Kamera in ruhigen Einstellungen und schwelgt in betörenden Landschaftsbildern. Angesichts der Not im Dorf wirken die warmen Brauntöne der Bilder fast schon verklärend. Die Armut der Dörfler zeigt sich vor allem in der Ausstattung und auf sprachlicher Ebene. Der Umstand, dass die kaum richtig trainierten Schüler am Ende gegen eine Profimannschaft antreten, in der Hoffnung auf das Preisgeld, das dem Dorf die Anzahlung für einen neuen Mähdrescher ermöglichen würde, unterstreicht die Lebenssituation. Ganz vom historischen Zeitgeist getragen wirkt der sorgfältig gemachte Film etwas altmodisch jedoch absolut sympathisch. Auch wenn er die eigentlichen Konflikte immer nur anreisst, ist er absolut eindeutig in seinem Plädoyer für Verständigung und Menschlichkeit. Einige Jahre nach seinem US-Filmstart ist das vor allem auf Festivals als „Bester Familienfilm“ mehrfach preisgekrönte Werk von Rich Cowan nun auf DVD in den Handel gekommen.

DVD-Bildformat: 1:1,78; 16:9
Ton: HiFi Stereo, Dolby Digital 2.0
Sprachen: Deutsch, Englisch

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Anbieter:

Kauf-DVD: Warner

Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23. Woche 2006).

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