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Filmkritik von Freya, 16
Nordische Filmtage Lübeck 2010

Tokio Baby
Originaltitel: Tokyo Baby
Finnland, 2010
Regie: Tommi Kainulainen
Schauspieler: Jaana Joensuu (Saara), Mirei Kato (Aiko), Jaana Saarinen (Mutter), Teemu Ojanne (Vater)

Saara liebt es bunt. Bonbon-Animé-Manga-bunt. Doch ihre Eltern kommen mit ihrem Lebensstil nicht zurecht und verstehen sie einfach nicht mehr. Doch zum Glück taucht da Aiku auf, ein Cosplay-Mädchen ganz in schwarz, die Saara helfen möchte.

Dabei trifft dieser Kurzfilm eine noch sehr viel tiefere Ebene: Einsamkeit, Unverständnis und mangelnde Toleranz werden thematisiert. Eigentlich also ein sehr trauriger Film. Es bleibt offen, ob Aiku tatsächlich existiert oder bloß Saaras Fantasie entsprungen ist.
Das fetzige Neonbunt und die lebhafte Kameraführung unterstreichen diesen Kontrast zwischen der vordergründigen Handlung

und dem bitter-traurigem Hintergrund. Diese ungewöhnlichen technischen Mittel sind auf die Dauer jedoch sehr anstrengend und tun sowohl dem Kopf als auch den Augen weh.

Bei einer Länge des Films von einer knappen halben Stunde jedoch hält sich das Schmerz-Risiko glücklicherweise in Grenzen.


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Junge Journalisten, Berlinale

 

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