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Ab heute im Kino: Das doppelte Lottchen

Erich Kästners Geschichte von den getrennten Zwillingen und einer entzweiten Familie ist aktuell wie nie. In diesem Animationsfilm beginnt sie im Jahre 1954 in Seebühl. Luise Palfy aus Wien und Lotte Körner aus München lernen sich dort in einem Ferienheim kennen. Schnell merken sie, dass sie Zwillinge sind, die vor acht Jahren direkt nach der Geburt getrennt wurden. Um herauszufinden, warum sich die Eltern dazu entschlossen haben, tauschen die Mädchen die Rollen.

Kindern von heute hat das Schicksal von Luise und Lotte viel zu sagen. Sie leiden mit den Hauptpersonen unter der Trennung der Eltern, freuen sich über die Ideen der Zwillinge, ihre Eltern „auszuspionieren“ und fiebern mit ihnen, ob es ihnen gemeinsam gelingen wird, wieder zu einer Familie zusammen zu finden. Wer die Geschichte kennt, kann in dieser Zeichentrickverfilmung vieles wieder entdecken. Einiges leicht variiert, anderes neu hinzu gefügt, insgesamt aber mit all der Kraft, dem Humor und der Intensität, die der Autor seinen jungen Heldinnen mitgegeben hatte. Die Zeichner nahmen sich die Figuren des Kästner-Illustrators Trier zum Vorbild bis hin zur Abstimmung der Originalfarben.

Mit dem Kinderfilmklassiker (Joseph von Báky, 1950) und der modernisierten Variante „Charly und Louise“ (Joseph Vilsmaier, 1993) wurde die Kästner-Erzählung bereits als Spielfilm bearbeitet. Der neue Animationsfilm hat eigene Akzente gesetzt und ist eine sehenswerte, weil respektvoll neue Adaption der Literaturvorlage.


Das doppelte Lottchen
Deutschland 2007,
Regie: Toby Genkel,
82 Min.; FSK o.A.
KJF-Empfehlung ab 6 Jahre

Im Vertrieb von Warner Bros.