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Für eine gerechte Schule: Kinofilm "Der Traum"

Frits ist dreizehn und lebt Ende der 60er Jahre in einem Dorf in Dänemark. In seiner Schule sorgt der Rektor für Zucht und Ordnung. Wenn die Schüler aus der Reihe tanzen, lässt er sie das schmerzlich spüren. Dass die Prügelstrafe offiziell längst abgeschafft ist, das kümmert den strengen Herrn nicht. Frits aber glaubt an eine Welt, in der Gerechtigkeit herrscht und Unterdrückung abgeschafft ist. Sein großes Vorbild dazu ist Martin Luther King, den er im Fernsehen gesehen hat mit seiner berühmten Rede „I have a dream“. In seiner Schule soll die Ungerechtigkeit aufhören – dafür kämpft Frits und zum Glück hat er seine Familie auf seiner Seite.

Ein anspruchsvolles Thema wurde hier in einem mitreißenden wie engagierten Drama umgesetzt. Das junge Publikum berührt diese Geschichte stark, denn Schule mit ungerechten Entscheidungen und der empfundenen Ohnmacht gegenüber den „stärkeren“ Lehrern kennen Eltern wie Schüler gleichermaßen. Und all dies wird trotz der Tragweite des Geschehens mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Ausgezeichnet mit dem Gläsernen Bären als bester Kinderfilm auf der Berlinale 2006.

Der Traum
Dänemark,Großbritannien 2005
Regie: Niels Arden Oplev
105 Min.; FSK: ab 6
KJF-Empfehlung ab 10 Jahre

Im Verleih von arsenalfilm