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Kinotipp: Harry Potter die Fünfte...

Harry Potter und der Orden des Phönix

Großbritannien/USA 2007
Regie: David Yates
138 Min.
FSK: ab 12
KJF-Empfehlung ab 12 Jahre

Enttäuscht, dass sich seine Freunde Ron und Hermine in der Zwischenzeit gar nicht gemeldet haben, sieht Harry Potter dem Ende der Schulferien entgegen. Doch kurz zuvor tauchen noch zwei Dementoren auf, die Harry im letzten Augenblick mit einem Zauberspruch bannen kann. Unberechtigterweise, wie man an höherer Stelle befindet, und Harry deshalb vom weiteren Unterricht in Hogwarts ausschließt. Glücklicherweise setzt sich Dumbledore erfolgreich für Harry ein. Das wird ihm allerdings selbst zum Verhängnis, als das Zaubereiministerium ihn als Direktor von Hogwarts durch die schreckliche Dolores Umbridge ersetzt. Nun müssen die Schüler selbständig aktiv werden: Sie schließen sich zusammen und Harry vermittelt ihnen das notwendige Zauberwissen. Voldemort verhindern, Dumbledore rehabilitieren, Direktorin Umbridge loswerden – das wäre schon genug. Doch der dunkle Lord versucht, von Harry und seiner Seele Besitz zu ergreifen. Da können nur noch die Liebe seiner Familie und wirklich gute Freunde helfen.

Im fünften Teil des Zauberschüler-Lebens werden alle bisherigen Spannungsbögen wieder aufgenommen: die Streitereien und Eifersüchteleien der Schüler, die dubiosen Machenschaften einiger Lehrer, die Anfeindungen von außen, die Doppelwelt der Zauberer und der Muggels, das Schreckgespenst des bösen Lord Voldemort – und dazu kommt die Tatsache, dass die Zauberschüler erwachsen werden und sich plötzlich ganz neue, bisher ungeahnte Interessen und Wünsche auftun. Harrys wachsendes Verantwortungsbewusstsein veranlasst ihn, eine eigene Truppe im Kampf gegen den bösen Lord zusammen zu stellen. Die bedrohliche Situation setzt Regisseur David Yates in atmosphärisch stimmigen Grautönen ins Bild. Wie auch in den ersten Teilen wurden weder Kosten noch Aufwand gescheut, um die Fantasy-Story in opulenten Kinobildern zu arrangieren. Weiterhin eindeutig die Trennung von Gut und Böse. Sehr viel konkreter allerdings greift dieser Film die Themen Autorität und Machtmissbrauch auf, was durchaus dem Entwicklungsstand der jungen Hauptfiguren entspricht.