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14.10.2015 - Kinotipp: Zurück in die Zukunft

„Da, wo wir hinwollen, brauchen wir keine Räder“, sagt Doc Brown zu Marty McFly. Seine Zeitmaschine, eingebaut in einen Sportwagen, hebt von der Straße ab, klappt die Reifen hoch und düst dreißig Jahre in die Zukunft - genau zum 21. Oktober 2015. Schöne neue Welt: Die Autos fliegen, die Kinofilme sind in 3 D, die Skateboards schweben und die Mode ist - na ja...

Der 21. Oktober unserer Zeit ist das fernste Datum, das das Duo Brown / McFly auf seinen Reisen ansteuert. Grund genug, die Trilogie „Zurück in die Zukunft 1-3“ (USA 1985 - 1990, Regie: Robert Zemeckis, Produktion: Steven Spielberg u.a.) zu diesem Termin noch einmal ins Kino zu bringen, natürlich in einer tadellos digitalisierten Version. Die Frage ist, was es dort zu sehen gibt außer einiger skurriler Ideen aus der Vergangenheit, wie es in unserer Gegenwart wohl aussehen mag. Die Antwort: es gibt einmal echtes Kultkino und zweimal immerhin Gags, Abenteuer und Action, die – auch fünfundzwanzig bis dreißig Jahre nach ihrer Kinopremiere – richtig Spaß machen.

Der Auftakt „Zurück in die Zukunft“ (Oscar für die besten Effekte) schickt den jungen Marty McFly (Michael J. Fox) mit Doc Browns Zeitmaschine von 1985 zurück ins Jahr 1955. Dort lernt der Teenager seine (jugendliche) spätere Mutter kennen, die nun nur noch Augen für ihn hat und seinen zukünftigen Vater links liegen lässt. Marty muss die beiden zusammenbringen, damit es ihn geben wird. Und er muss den Erfinder Doc Brown (Christopher Lloyd) davon überzeugen, dass er einmal eine Zeitmaschine erfinden wird – denn ohne den verrückten Wissenschaftler gibt es keine Rückkehr nach 1985. Und bei alledem darf Marty keinen Fehler machen, der seine und die Geschichte der ganzen Welt unkontrolliert verändern würde. In „Zurück in die Zukunft 2“ (Oscar-Nominierung für die besten Effekte) bringt Doc Brown Marty ins Jahr 2015, denn dort geht es mit Martys Familie den Bach runter. Im letzten Teil der Trilogie sitzt Doc Brown im Jahr 1885 fest und Marty will ihn zurückholen, ehe ein gemeiner Revolverheld den Erfinder erschießt.

Der Auftakt ist eindeutig der beste Film der Trilogie. Da stimmt alles, Handlung, Timing, Spannungsaufbau und Gags sind immer noch einmalig. Natürlich fehlen die rasanten Schnitte, die heute einen Teil des Vergnügens bei Action-Comedies ausmachen. Aber die Story selbst ist schnell, intelligent, witzig mit präzise eingebauten superpeinlichen Momenten und im Aufbau perfekt. Teil zwei sprintet ein bisschen wirr und gewollt durch unsere Tage, hat aber noch genug Power und Gags, besonders bei den Effekten, um 108 Minuten Spaß zu garantieren. Und im Wilden Westen findet das Drehbuch wieder zurück zu einer direkten, auf den Punkt gebrachten Handlung.

„Zurück in die Zukunft“ ist also keineswegs Opas Kino, sondern sehr moderner Vorfahr vieler aktueller Comedies. Die Trilogie lohnt eine Reise in die Kinovergangenheit, die einmal ihre Helden weit, weit, bis in unsere Gegenwart gebeamt hat.