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ON THE ROAD - UNTERWEGS

Frankreich, Großbritannien, USA 2011, Walter Salles
137 Min., Farbe, FSK: 12, empfohlen ab 14 Jahre

Top-Video im Februar 2013

1949: Der junge Schriftsteller Sal hat eine Schreibkrise, schlägt sich mit seinen Freunden die Nächte um die Ohren, philosophiert wild mit dem besten Freund Carlo über die Kunst und treibt ziellos durchs Leben. Da trifft er den überaus charismatischen Dean Moriarty. Dean ist mit der erst 16-Jährigen, freizügigen Marylou verheiratet. Sal ist sofort von Deans ungebremstem Lebenshunger fasziniert. Dean feiert die Nächte durch und konsumiert Frauen und Drogen im Überfluss. Doch während Sal in Dean eine Quelle der Inspiration findet, sehnt der sich eigentlich nach Stabilität und Anerkennung. Die Freunde reisen in den Westen, pendeln zwischen New York und Denver, der rastlose Dean heiratet ein zweites Mal die bürgerliche Camille und behält Marylou als Geliebte. Carlo verzehrt sich währenddessen nach Dean. Sal bleibt seiner Rolle als nachdenklicher Beobachter verpflichtet. Die Freundschaft von Sal und Dean besteht, bis bei ihrer letzten Reise nach Mexiko im Drogenrausch die Ereignisse eskalieren und Dean schließlich richtig abstürzt.

Der 1957 erstmalig veröffentlichte Roman von Jack Kerouac gilt als die Bibel der Beat Generation und als Manifest der damaligen Gegenkultur. Bis heute hat das Buch für junge Menschen seine Gültigkeit behalten. Das Lebensgefühl der wilden ungebundenen Freiheit und der Suche nach Extase hat bis heute Gültigkeit. Walter Salles (Dark Water, Hinter der Sonne, Paris je t'aime, The Motorcycle Diaries - Die Reise des jungen Che) hat sich an das schwierige Unterfangen, die atemlose Prosa des Buches in Film zu übersetzen, gewagt. Leider gelingt Salles nicht, die Ziellosigkeit und gleichzeitige Lebensintensität wirklich zu transportieren. Vielleicht liegt es daran, dass er die intensive Beziehung der beiden Männer Sal (das Alter Ego von Jack Kerouac) und Dean, im wahren Leben der Beat-Schriftsteller Neal Cassady, nicht konsequent genug einfängt. Dabei arbeitet er einen durchaus interessanten Aspekt der Männerfreundschaft und des doppelten Verrats heraus, denn eigentlich nutzen alle ihr großes Vorbild Dean aus. Leider bleibt Sam Riley als Sal maskenhaft und distanziert. Obwohl die Besetzung ansonsten beeindruckend und insbesondere Tom Sturgess als homosexueller Carlo (Alain Ginsberg) wunderbar ist, kann der Funke von der Leinwand nicht wirklich überspringen. Als Zeitdokument der damaligen Aufbruchstimmung mag der Film funktionieren und auch visuell überzeugen, aber er berührt nicht wirklich. Das ist er der berühmten Buchvorlage schuldig geblieben.

DVD-Bildformat: 1:2,35; 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch

Bereits vor über 30 Jahren sicherte sich Francis Ford Coppola die Rechte an dem Roman, hier fungierte er als Koproduzent.

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