ROBOTIC ANGEL

Japan 2000, Rintaro
107 Min., Farbe, FSK: 12
Genre: Animation, Fantasy, Science-Fiction, Literaturverfilmung, Klassiker

In einer futuristischen Welt wird der große Stadtstaat Metropolis von Menschen und Robotern in einer streng unterteilten Gesellschaft bewohnt. Inmitten eines Chaos, ausgelöst durch einen Anschlag von Anti-Roboter-Gruppierungen, suchen Inspektor Shunsaku Ban und sein Kollege Ken-Ichi den abtrünnigen Wisenschaftler Dr. Laughton, um ihn zu verhaften. Ausserdem wollen sie seine neueste Kreation, das hübsche Mädchen Tima, beschlagnahmen. Shunsaku bemerkt rasch, dass ihnen der exzentrische Wissenschaftler immer wieder entkommen kann. Er steht unter dem Schutz eines mächtigen Mannes und dessen unbändigem Verlangen, eine geliebte Person seiner Vergangenheit wieder aufleben zu lassen.

Heute gilt dieser Animationsfilm als Klassiker der Moderne. Er basiert auf dem Comic "Metropolis" von Osamu Tezuka und ist eine atemberaubende Weiterentwicklung des Stoffes und der Charaktere von "Metropolis" von Fritz Lang, Deutschland 1927.
Man stelle sich das Berlin der Weimarer Republik, das New York der Vierziger und Hongkong in den Achtzigern vor, zusammengemixt zu einem von Jazzklängen
durchfluteten Stadtmoloch, in dem sich alle Ideen und Schrecken und die ganze Ikonografie des 20. Jahrhunderts von Eisenstein bis zum Film Noir treffen.
"Robotic Angel" ist ein unwahrscheinlich reichhaltiger Film; er beginnt mit einem gigantischen Feuerwerk und endet mit einem furiosen Finale. Der Zuschauer gerät - vergleichbar den Spielbergschen Achterbahn-Kamerafahrten - in einen Sog, der ihn in Atem hält und dem er sich nicht mehr entziehen kann. In der Handlung geht es um weitaus mehr als nur um den Konflikt zwischen Mensch und Maschine. Thematisiert werden außerdem, wie sich eine verbrecherische Organisation politischer Strukturen bedient sowie das Zusammenspiel von Militärs und Medien. Und wenn im Kern die Aussage steht, dass man sein Volk in "Angst" versetzen muss (hier mit Hilfe von fingierten Terror-Anschlägen),um die Macht zu erhalten, so ist der Film hochaktuell!
Besonders reizvoll ist eine Auseinandersetzung mit den filmischen Mitteln; er bedient sich unterschiedlicher Typen und Genre wie beispielsweise Film Noir, Science Fiction, Horror und Agentenfilme. Die Zeichnung der Figuren ist den Charakteren angepasst; so könnte Shunsaku Ban ohne weiteres aus der Feder von Hergé ("Tintin") stammen. Nur die Protagonisten Tima und Kenichi, die "Lichtgestalten", sind eindeutig der Manga-Kultur zuzuordnen.

Bildformat: 1:1,85/16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1/dts
Sprache: D/E/Jap
Untertitel: D/E/Tü
Extras: Disc 1: verschiedene Trailer, Disc 2: Making of, Interviews, Animationen-Vergleich, Fotogalerie, Filmografien, Comic-Buch





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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung ( 17.Woche 2003).

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